{"id":4631,"date":"2018-04-19T01:09:02","date_gmt":"2018-04-18T23:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.radl-kini.de\/wordpress\/?p=4631"},"modified":"2019-01-03T23:38:39","modified_gmt":"2019-01-03T21:38:39","slug":"schwaegalp-romanshorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.radl-kini.de\/wordpress\/?p=4631","title":{"rendered":"Schw\u00e4galp &#8211; Romanshorn"},"content":{"rendered":"<p>Schw\u00e4galp Appenzell: klein, fein und gemein<br \/>\nKlein: fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig trifft das auf die beiden Appenzeller Kantone Inner- und Ausserrhoden sicherlich zu.<br \/>\nFein: Wegen der netten Menschen und der wundersch\u00f6nen Landschaft auch sicher ein Volltreffer.<br \/>\nAber gemein? Hinsichtlich der vielen fiesen, giftigen Steigungen auf jeden Fall!&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026. Andererseits w\u00e4re die Landschaft im Appenzell ohne das dauerhafte auf und ab auch nur halb so sch\u00f6n. Also Augen auf, mittendurch und im n\u00e4chsten Anstieg die Natur in vollen Z\u00fcgen mit brennenden Oberschenkel genie\u00dfen. Und au\u00dferdem geht es ja anschlie\u00dfend wieder bergab.<br \/>\nDie Tour an diesem Tag ist ein wahrer Hochgenuss. Traumwetter in diesem angeblich viel zu hei\u00dfen April 2018. Ich mache gute Miene zu diesem viel zu warmen und trockenen Wetter und freue mich trotzdem. Wetten der Sommer 2018 wird wieder viel zu kalt und feucht. Dann freut man sich halt mal \u00fcber einen genialen April.<br \/>\nEs ist ein stinknormaler Donnerstag (einfach mal freinehmen) und daher geh\u00f6rt die Stra\u00dfe mir. Der Streckenteil von Ravensburg nach Altst\u00e4tten eignet sich super zum Einrollen mit langem Anlauf: Ein paar harmlose H\u00fcgel zum Aufw\u00e4rmen. Atemberaubendes Panorama auf den Bodensee und das Massiv um den S\u00e4ntis bei klarer Luft. Leicht verschneite Berge leuchten in der Sonne mit den wei\u00df bl\u00fchenden Obstb\u00e4umen um die Wette. \u00c8 fantastico!<br \/>\nAb Lindau wird\u2019s dann komplett flach bis Altst\u00e4tten. Die h\u00f6chsten Erhebungen sind ein paar Bordsteinkanten. Leider sind es ein paar zu viel. Und so sch\u00f6n Bregenz als Ort auch sein mag, zum durchfahren mit dem Rad ist es nicht gerade ein Highlight. Immer wieder ein Drama bis man da durch ist und dann auch noch der immense Verkehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Fu\u00dfach ist hat das Leiden im Verkehrschaos dann endlich ein Ende. Es geht links auf den Radweg entlang des Rheins. Und es ward Stille und Ruhe\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Welt ist wieder in Ordnung \ud83d\ude0a. Gleichzeitig fliege ich vom leichten R\u00fcckenwind getrieben entspannt auf den folgenden flachen Kilometern nach Altst\u00e4tten. Achtung bei F\u00f6hnlage ist der Steckenteil kein Vergn\u00fcgen denke ich \ud83d\ude09.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine kleine Runde durch den sch\u00f6nen Stadtkern von Altst\u00e4tten loht in jedem Fall. Leider erscheint es mitten unter der Woche um Mittag etwas ausgestorben. Fehlen nur noch die Stohballen, die vom Wind getrieben durch die verwaisten Gassen fliegen. Gar nicht so einfach hier und jetzt ein nettes Caf\u00e9 zu finden. Letztendlich bin ich aber doch erfolgreich. Mit 2 Caf\u00e9 Cr\u00e8me und 1 St\u00fcck Kuchen im Bauch geht es hinein in die erste Steigung bei Eichberg. Direkt von Altst\u00e4tten kann man nat\u00fcrlich auf der Hautstra\u00dfe hoch nach Appenzell fahren. Ich pers\u00f6nlich finde die kleine Stra\u00dfe von Eichberg aus aber sympathischer (weniger Verkehr) und reizvoller, auf keinen Fall aber anspruchsloser. Ganz im Gegenteil. F\u00fcr die Abfahrt von Appenzell nach Altst\u00e4tten dagegen w\u00fcrde ich die Hauptstra\u00dfe bevorzugen. Das rollt voll genial!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verpflegung war gerade, also lasse ich das malerische Appenzell heute schnell hinter mir und nehme direkt Kurs auf die Schw\u00e4galp \u00fcber Urn\u00e4sch. Wegweiser ist der S\u00e4ntis \u2013 un\u00fcbersehbar von allen Punkten. Verfahren ist auch ohne Navi ausgeschlossen. Eine letzte Verpflegung mit Silserli und Nu\u00dfecke bei Jakobsbad. Das soll\u2019s gewesen sein bis zum Ziel in Romanshorn. Der richtige Anstieg beginnt einige Kilometer hinter Urn\u00e4sch. Belohnt werde ich f\u00fcr die Anstrengung mit immer wieder grandiosen Blicken auf die Nordwand des S\u00e4ntis vor mir. Absolut beeindruckend der Anblick. Mit Fotos wollte ich mich heute eigentlich zur\u00fcckhalten. Einfach mal nur fahren. Aber hier muss ich einfach ab und zu und ein paar Mal mehr anhalten und knipsen. \u201eIch sollte doch endlich mal das GoPro Teil benutzen\u201c denke ich mir, w\u00e4hrend mir der erste Schwei\u00df die Stirn runterl\u00e4uft.<br \/>\nNach ein paar weiteren Kehren ist es geschafft: 1300 H\u00f6henmeter, die Schw\u00e4galp. Und da es wie gesagt Donnerstag ist, ist hier absolut nix los. Keine Busse, keine Blechlawine, keine Menschmassen. Daf\u00fcr aber umso beachtenswerter: einige Schlittenhund-Gespanne nutzen letzte Reste schneereichen Winters hier oben um zu trainieren. Ein skurriler Anblick bei fast 20 \u00b0C. Viel ist aber auch auf der Passh\u00f6he nicht \u00fcbrig von der wei\u00dfen Pracht des schneereichen Winters 2017\/2018. F\u00fcr mich ist das hier und heute auch gut so.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine rasante Abfahrt f\u00fchrt hinunter nach Neu Sankt Johann. Jetzt sollte es nur noch entspannt mit 2 kleinen H\u00fcgeln \u00fcber Herisau nach Romanshorn zur F\u00e4hre gehen. Pustekuchen! Entspannt ist anders. Ich muss mir das Streckenprofil n\u00e4chstes Mal genauer anschauen. Die kleinen H\u00fcgel entpuppen sich als enorm giftig und anspruchsvoll. Vor allem bereits der erste \u201eH\u00fcgel\u201c hoch nach Hemberg gibt alles um mir den Saft aus den Beinen zu ziehen. Gleiches gilt f\u00fcr den n\u00e4chsten \u201eH\u00fcgel\u201c von Sankt Peterszell nach Schwellbrunn. An der Stelle aber auch gleich der Hinweis: es gibt vielleicht einfachere Varianten nach Romanshorn, ich wage aber zu bezweifeln, dass die Strecken genau so sch\u00f6n sind. Der Abschnitt zieht sich auf diese Weise zwar, aber das war f\u00fcr mich der gef\u00fchlt sch\u00f6nste Teil dieser Tour.<br \/>\nKleiner Wermutstropfen: Um ein Haar verpasse ich die F\u00e4hre nach Friedrichshafen. Ich sehe gerade noch das Heck des Schiffs aus dem Hafen gleiten. Mein schlechtes Zeitmanagement verhilft mir so aber noch zu einem entspannten Caf\u00e9 Cr\u00e8me mit Aprikosen-W\u00e4he im Hafenrestaurant. Nicht immer ist es ein Nachteil ein schlechtes Zeitmanagement zu haben. Und heute ist das Gl\u00fcck auf meiner Seite, denn es geht noch genau die letzte F\u00e4hre des Tages eine Stunde sp\u00e4ter.<br \/>\nDie restliche Arbeit f\u00fcr die R\u00fcckfahrt bis Ravensburg \u00fcberlasse ich der F\u00e4hre ab Romanshorn und dem Zug ab Friedrichshafen, denn als mein Schiff ablegt ist die Sonne bereits untergegangen. Ravensburg erreiche ich kurze Zeit sp\u00e4ter schon wieder so erholt, dass ich gleich wieder auf\u2019s Neue losfahren k\u00f6nnte. Kleines Problem am Rande: morgen ist Freitag und ich muss wieder arbeiten. Also: \u00c0 la prochain jeudi \u2013 bis zum n\u00e4chsten (freien) Donnerstag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.strava.com\/activities\/1543842301\/embed\/32e4b03f653e667db474e6bcc3074a756fd4f3e3\" scrolling=\"no\" width=\"590\" height=\"405\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schw\u00e4galp Appenzell: klein, fein und gemein Klein: fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig trifft das auf die beiden Appenzeller Kantone Inner- und Ausserrhoden sicherlich zu. Fein: Wegen der netten Menschen und der wundersch\u00f6nen Landschaft auch sicher ein Volltreffer. Aber gemein? 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